Freitag, 20. Juni 2008
Ramadan,der Fastenmonat der Muslime
Im Ramadan soll man als Moslem,wenn man nicht krank oder nicht zu alt oder nicht zu jung ist, von Morgendämmerung bis Sonnenuntergang fasten.
Fasten im Islam heißt unter anderem nichts essen und trinken.

Ramadan ist also ein Fastenmonat für die Muslime.Das ist ein Mondmonat,er kann entweder 29 oder 30 Tage dauern.Das hängt davon ab,wann der neue Mond von dem nächsten Monat erscheint.
Die meisten Tunesier folgen dieser Vorschrift,auch wenn viele Leute nicht sehr religiös sind.
Eigentlich ist das Ganze nicht schwierig.Aber für die Raucher ist die Sache nicht so leicht,denn man sieht dann ein wenig nervös aus.Man darf ja auch nicht rauchen,wenn man fastet.
Trotzdem freuen fast alle Tunesier darauf,denn der Alltag erlebt da eine Art von Erneuerung.
Vor allem sind die Nächte von Ramadan ganz besonders,denn man ist nach dem Abendessen wieder lebhaft und aktiv und will und kann nicht früh schlafen gehen.Deshalb sind die Straßen belebt bis spät in die Nacht.Die meisten Männer haben das Café als Hauptziel,wenn sie ausgehen.Dort raucht man vor allem die Wasserpfeife,in Tunesien heißt sie Chicha.Man bekommt dort auch verschiedene Getränke und Kuchen.Viele spielen gern Karten und unterhalten sich bis spät in die Nacht.
Auch viele Leute gehen in die Moschee und verrichten das Gebet von Tarawih,das nur im Ramadan
vorkommt.
Die Frauen aber sitzen gern vor dem Fernseher,denn das Fernsehprogramm ist im Ramadan viel unterhaltsamer mit viel Serien und Shows.Dabei bereiten sie unter anderem viele Süßspeisen zu.
Und man hat da oft Besuch von der Familie und den Nachbarn.In der letzten Woche vom Fastenmonat sind sie dann mit der Vorbereitung für die Feiertage nach dem Ende des Fastenmonats sehr beschäftigt.Sie machen da viel Kuchen,den man an den Feiertagen den Besuchern gibt.Denn man soll da die große Familie und die Nachbarn besuchen und ihnen gratulieren.Man soll dabei auch neue Kleider anziehen.Deshalb gehen besonders die Frauen nachts aus,um die Kleider vor allem für die Kinder zu kaufen.Daher veranstaltet die Stadt immer Einkaufswochen mit viel Animation,und die Geschäfte bleiben geöffnet bis spät in die Nacht.Die Kinder freuen sich besonders über die Feiertage nach dem Ramadan,denn sie tragen da ihre neuen Kleider und bekommen geschenkt von den Besuchern bzw. die Besuchten Taschengeld.

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Andere gesetzliche Feiertage in Tunesien
Am 20. März feiert man den Tag der Unabhängigkeit.
Tunesien war vom 12. Mai 1881 bis zum 20. März 1956 ein französisches Protektorat.

AM 21. März ist der Tag der Jugend.

Am 9. April ist der so genannte Märtyrer-Tag.
Am 9. April 1938 organisierten die Tunesier in der Hauptstadt eine Demonstration gegen die französische Besetzung und verlangten ein tunesisches Parlament,aber die Franzosen schossen auf die Leute und töteten viele von ihnen.Und nach der Unabhängigkeit Tunesiens gilt der 9. April als Feiertag.

Am 25. Juli feiert man den Tag der Republik.
Habib Bourguiba wurde zum ersten Präsidenten Tunesiens gewählt und am 25. Juli 1957 erklärt den Geburt der tunesischen Republik.

Der 13.August ist in Tunesien ein Feiertag,nämlich derTag der tunesischen Frau.
Am 13.August 1956,nur kurz nach der Unabhängigkeitserklärung am 20. März 1956,-Tunesien war von 1881 bis 1956 ein französisches Protektorat- beschloss der erste tunesische Präsident (Habib Bourguiba) viele Gesetze zur Emanzipation der tunesischen Frau.
Dabei erhielt die tunesische Frau viele Rechte,die die europäische Frau erst in den 70er Jahren erreichte.

Am 7. November feiert man den Tag der Erneuerung.
Am 7. November 1987 beginnt die ära des zweiten tunesischen Präsidenten Zine El Abidine Ben Ali.Er übernahm das Amt des Staaatspräsidenten,als der Vater der Republik Habib Bourguiba unfähig wurde,weiter zu regieren.

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Mauled,der Geburtstag des Propheten
Mauled ist auch ein gesetzlicher Feiertag in Tunesien. Man feiert da in den Geburtstag des Propheten des Islam.In Tunesien machte man an diesem Tag eine spezielle Süßspeise namens Assida,die man zum Frühstück isst.

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Zuckerfest,das zweitwichtigste islamische Fest
ZUCKERFEST

Man feiert da das Ende der Fastenzeit.Das Fest des Fastenbruchs heißt in arabisch Aid el Fitr.Auf deutsch ist das Fest als Zuckerfest bekannt.Weil die Frauen zu diesem Anlass viel Kuchen machen.Ramadan ist ein Mondmonat.Er kann entweder 29 oder 30 Tage dauern.Das hängt davon ab,wann der neue Mond von dem nächsten Monat erscheint.Der nächste Monat heißt Chauel.Der Tradition gemäß soll das Feiern 3 Tage dauern,aber man bekommt vom Staat üblich nur 2 Tage Urlaub.
Die Kinder tragen neue Kleider und bekommen von den Besuchern und Besuchten Taschengeld,und man schenkt ihnen Spielzeuge und sie gehen oft mit den Eltern aus.

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Freitag, 4. April 2008
Das Opferfest,der wichtigste islamische Festtag
Das Opferfest,den wichtigsten islamischen Festtag,haben wir schon am 19. Dezember gefeiert.
Das Feiern hat wie üblich drei Tage gedauert.Am ersten Tag haben wir wie die meisten Familien ein Schaf geschächtet.Das geht eigentlich auf die bestandene göttliche Probe Abrahams zurück,als er seine Bereitschaft gezeigt hat, seinen Sohn dem Gott zu opfern.Der Gott wollte aber kein Menschenopfer und Abraham sollte statt dessen einen Widder opfern.
Das Opferfest ist eigentlich mit der jährlichen Wallfahrt nach Mekka (Saudi Arabien) verbunden.Es wird gefeiert,als die Pilgerschaft(in arabisch: Hadsch) ihren Höhepunkt erreicht.An der Wallfahrt nehmen um 2.5 Millionen Moslems aus aller Welt teil.Auf dem Pilgerschaftprogramm steht unter anderem,dass die Pilger siebenmal um die Kaaba gehen sollen.Die Kaaba nennen die Moslems auch Gotteshaus und sie glauben daran, Adam hat die Kaaba gebaut,aber sie ist zu einer Ruine verkommen,und dann hat Abraham sie wieder aufgebaut.Also geht auch die Wallfahrt nach Mekka auf Abraham zurück.
Auch im Islam ist der Prophet Abraham eine wichtige Figur und gilt als Stammvater.

Am ersten Opferfesttag sind meine Cousine Nabiha und ihr Mann schon am Vormittag zu uns gekommen.Sie wohnen eigentlich in der Nachbarschaft.Meine Cousine hat meiner Mutter bei der Hausarbeit geholfen. Und ihr Mann hat meinem Vater bei und Fleischverteilung geholfen,da man den armen Leuten etwas vom Fleisch geben soll und auch der Familie und den Nachbarn ein wenig davon schenken,deshalb bleibt oft nur wenig vom Schaf für uns übrig.Aber wir haben da doch schon viel gegrilltes Fleisch gegessen und hatten viel Spaß.
Am Nachmittag habe ich ein paar Verwandte und Nachbarn besucht,zu denen ich seit langem nicht gegangen bin.

Meine Schwestern sind am anderen Tag im Elternhaus angekommen,denn nach der Tradition besucht die verheiratete Frau am ersten Tag ihre Schwiegermutter und geht erst am anderen Tag ins Elternhaus.
Am Abend bin ich zu meiner Verlobten gegangen.Meine Eltern und meine Schwester Sana sind mitgekommen.Nach der Tradition soll man da seiner Verlobten ein Goldschmuck schenken und anständiges Taschengeld geben.

Besonders in den drei letzten Tagen vor dem Opferfest sind immer mehr Leute zu unserem Futtermittelladen gekommen,um Gerstenheu und -Korn als Futter für das Schaf zu kaufen.
Deshalb hatte mein Vater im Futtermittelladen viel Arbeit.Ich hatte da Winterferien und konnte ich ihm gut helfen.

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Donnerstag, 3. April 2008
Das islamische Neujahr in Tunesien
Am 9. Januar hat das islamische Jahr begonnen.In Tunesien verwendet man offiziell den Gregorianischen Kalender,trotzdem ist das islamische Neujahr ein gesetzlicher Feiertag.
Das islamische Neujahr fällt jedes Jahr auf einen anderen Tag, denn der islamische Kalender orientiert sich am Mond und das Mondjahr ist um elf Tage kürzer als das Sonnenjahr.
Der Ausgangspunkt der islamischen Zeitrechnung ist nicht die Geburt unseres Propheten Mohammed,sondern die Hidschra bzw.seine Auswanderung mit seinen Anhängern von dem heidnischen Mekka nach Medina im Jahre 622. Dieses Jahr ist schon das 1429. Mondjahr nach der Hidschra.
Es gibt eigentlich viele alte Bräuche des Neujahrsfeierns.Unter anderem legt man in der Nacht ein gekochtes Ei unter das Kissen des Kindes,was es am Morgen zum Frühstück nehmen soll.
Man macht zu diesem Anlass auch spezielles Essen.Man kocht vor allem eine Art grüne Suppe namens Mluchia,damit das Jahr grün sein sollte.Grün ist ja die Farbe der Hoffnung.
Das islamische Neujahr wird leider in meinem Wohnort sowie in den Großstädten nicht mehr groß gefeiert.Zu Hause war jener Tag einfach ein ruhiger Tag.Aber auf dem Land ist das noch ein wichtiger Tag und wird nach den alten Bräuchen richtig gefeiert.Das habe ich mal persönlich erlebt,da ich drei Jahre lang auf dem Land gearbeitet habe.

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Sylvester in Tunesien
Obwohl die Muslime auch an Jesus glauben,feiert man in Tunesien im Allgemeinen nicht Weihnachten,aber Sylvester ist schon zu einer Tradition geworden.Das gefällt eigentlich vielen religiösen Leuten nicht,denn sie meinen,Sylvester soll wie Weihnachten nur ein christlicher Feiertag bleiben.Aber die Besitzer von Konditoreien erfreuen sich hingegen sehr darüber,wenn sie sehen,wie man sich in der langen Schlange vor der Tür einreiht,um eine Torte zu kaufen.Es ist also bei uns schon eine Tradition geworden,dass man an Sylvester eine Torte und noch dazu ein Brathähnchen kauft.
In meinem Wohnort gibt es viele Hotels,die zu Sylvester Galas veranstalten.Aber die meisten Leute feiern den Jahreswechsel zu Hause in der Familie.

Ich habe aber Sylvester bei meiner Verlobten im Kreis ihrer Familie verbracht.Das ist schon bei uns üblich,dass man seine Verlobte an Sylvester besucht und ihr eine Torte und ein Geschenk mitbringt. Das Geschenk soll entweder ein Schmuck aus Gold oder etwas sein,was mit Hausausstattung und vor allem Geschirr zu tun hat.
Bevor ich zu meiner Verlobten mit meiner Cousine und meinem Luxemburger Freund ging,hatte ich mit meinen Eltern und meiner jüngeren Schwester Sana zu Abend bei meiner älteren Schwester Hanan gegessen,denn sie hatte die Familie dazu eingeladen,bei ihr den Jahreswechsel zu feiern.
Ich ging aber schon nach dem Essen zu meiner Verlobten und empfing in ihrem Elternhaus das Neujahr.Wir schnitten zusammen die Torte und sollten einander etwas davon essen lassen.Da hatten wir viel Spaß.Auf der Torte standen unsere Namen an einer Tafel Schokolade geschrieben.
Man schnitt auch die Tafel und gab mir ein Stück von der Torte mit dem Namen von meiner Verlobten.Mein Name aber blieb bei meiner Verlobten.Das ist auch ein Brauch bei uns.
Ich kann also sagen,ich bin schon gut ins neue Jahr gerutscht:-)

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Zeineb,meine Verlobte
Meine Verlobte heißt Zeineb( in deutscher
Aussprache:Seinebb).Das ist ein arabischer Name und ist eigentlich der Name eines Bäumchen,die in der Wüste wächst und dessen Blumen süß duften.Zeineb als Vorname ist in den arabischen Ländern sehr beliebt.Das hat aber vor allem historisch-religiöse Gründe,da der Name anscheinend unserem Propheten sehr gefallen hat.Denn man erzählt,dass der Prophet in seinem Leben elf Frauen geheiratet hat,und zwei Frauen unter ihnen hatten diesen Namen.Die älteste Tochter des Propheten hieß auch Zeineb.Und eine bekannte Enkelin von ihm trug auch diesen Namen.

Meine Zeineb kenne ich schon seit langem,denn sie ist nicht weit vom Kreis unserer Familie.Zwei Onkel von ihr sind mit zwei Cousinen von mir verheiratet und es gab zwischen uns seit langem Besuche und Gegenbesuche.

Ich habe um sie Ende Ramadan geworben,unseren Fastenmonat,und habe das Ja-Wort bekommen.Die Vermittler waren meine Cousine Nabiha und ihr Mann Lotfi,der gleichzeitig der Onkel von meiner Verlobten ist.

Bei uns ist es Tradition,dass man um eine Frau Mitte Ramadan oder in der 27. Nacht dieses Fastenmonats wirbt,denn da ist es für die Muslime besonders heilig.
Wir sind schon damit einverstanden,dass wir diesen Sommer heiraten.

Meine zukünftige Ehefrau ist 23 Jahre alt und studiert noch.Sie studiert Wirtschaftswissenschaften Fachrichtung Rechnungswesen.
Wenn alles gut laufen würde,wird sie nächstes Jahr,also nach der Heirat,ihr Studium abschliessen.

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Das Mittelmeer,an dem ich lebe
Ein wichtiger Teil der Landschaft von meiner Heimatstadt ist das Mittelmeer.





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Die Strände von Hammam Sousse
Die Strände von meinem Wohnort sehen ein wenig verschieden aus und jeder Strand hat einen eigenen Namen,aber im Grunde bestehen alle aus feinem Sand.





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